Ein verschlafenes Nest irgendwo im Weserbergland. Ein paar Kneipen, wo das Bier noch 7 Minuten braucht und jede Haarfrisur, die über den gestärkten Kragen reicht, als zoologische Sensation betrachtet wird. Ein altes Bahnhofsgebäude, in dem die Stadt ihre Jugend mit warmer Cola, einem alten Kickertisch und einem Snooker mit schiefen Banden und ebensolchen Queues zu besänftigen sucht. Ein baufälliges Freibad mit einem fetten melancholischen Bademeister, der Poldi immer Badeverbot erteilt, wenn er nicht vorschriftsmäßig vom Turm springt, eine Parkanlage mit einigen Holzbänken, in die irgendjemand mit dem Taschenmesser ein paar Initialen geritzt hat. Leere Bierflaschen und Zigarettenstummel. Auf einer der Bänke hocken zwei Gestalten; Der eine trägt eine zerrissene Stretchjeans von Mustang und ein schwarzes Metallica-Shirt. Er zieht an seiner Marlboro, inhaliert genussvoll den Rauch und nimmt dann wieder einen tiefen Schluck aus der Flasche. Er müsste mal wieder zum Friseur. Wild wuchern die hellbraunen Locken um die junge Stirn. Der zarte Flaum eines Oberlippenbartes beherrscht das braungebrannte Gesicht des 16-Jährigen. Sein Name ist Eiko Truckenbrodt. Der Andere sieht, trotzdem er zwei Wochen älter ist, ungleich jünger aus. Das glatte Knabengesicht ist umgeben von zaghaft langwachsenden dunkelbraunen Haaren. Man merkt, dass die Pickel ihm peinlich sind und auch er versucht mit der Zigarette und einer neuen Flasche Allersheimer möglichst abgeklärt und erwachsen zu wirken. Ein wenig Asche fällt auf seine schwarze Jeans und auch auf das etwas zu kleine Megadeth-Shirt. Er heißt Burghardt Sonnenburg.

Die Sonne fällt durch die Zweige der alten Tannen. Nie wieder würde sie so scheinen, wie an jenem Tag. Es ist der Frühling des Jahres 1989. Eiko erzählt von seiner ersten Gitarre, die er sich gebraucht gekauft hat. Er würde jetzt auch Unterricht bei irgend so einem langhaarigen Hard-Rocker haben - klar, eigentlich würden sie nur ein paar Hansa-Pils pumpen und dann einige Metallica- und Maiden-Riffs nachzocken - , aber bringen würde es schon was. Na gut, er würde ja auch lieber was von Testament, Anthrax oder Flotsam and Jetsam spielen, aber das könne ja noch kommen. Burghardt hört begeistert den großspurigen Sprüchen seines Kumpels zu. Ja - so'n Sound wie Slayer, Kreator oder Sacred Reich...den selber spielen! Das wär's.

"Da gibt es übrigens ein billiges Gitarrenset bei Roadstar, und wenn du willst, zeige ich dir ein paar Sachen auf der Klampfe" schlägt Eiko vor und macht sich ein neues Bier auf."
"'N paar Sachen kann ich auch schon" gibt Burghardt zurück. "Außerdem kann ich auch meine Schwester fragen, die bringt sich das Gitarrespielen auch gerade selber bei."
"Nee, komm mal ruhig vorbei. Wir hör'n uns die neue Overkill an und machen ein bisschen Sound. Ach ja - einen Bandnamen habe ich auch schon: "Parricide". Geil, wa?"
"Ja, aber da fehlt doch noch ein Schlagzeuger, ein Bassist und ein Sänger!" wirft Burghardt ein. "Gesang mach ich. Habe sogar schon ein Mikro" gibt Eiko zurück.
"He Moment mal" ich kenne da einen Schlagzeuger. Bei uns auf der Schule läuft so ein Typ rum, den nennen sie alle "Mosh"
"Du meinst den Andreas Bohn?"
"Ja, genau. Der hat bestimmt Bock. Und Bass kann doch meine Schwester spielen."

Zwei Monate später, im Juni 1989 proben "Parricide" im Musikraum der Schule ihre ersten eigenen Songs. Als Coverversionen stehen "Dear Little Friends" von Holy Moses, "Black Magic" von Slayer und "Do Or Die" von Testament zur Auswahl. Der erste eigene Track trägt den Titel "Bombs Of Terror". Ihm folgen im August und September die Songs "I Hate You" und "Watcher By The Dead", als sich im Dezember 1989 die Gelegenheit bietet, den ersten Live-Auftritt zu bestreiten. Im Rahmen einer Weihnachtsfeier der Schule sollen "Parricide" mit zwei Stücken zur allgemeinen Besinnlichkeit beitragen. Die Wahl fällt auf "I Hate You" und "Watcher By The Dead", als Intro einigt man sich auf "Eine Kleine Nachtmusik" von Mozart. Der Auftritt vor 300 entsetzten Schülern und Lehrern ist längst in die Geschichte des altehrwürdigen Gymnasiums eingegangen und begründet den Kultstatus den der Name "Parricide" in den Anfangstagen der Band im schönen Landkreis Holzminden genießt.

Kurz nach dem Auftritt verlässt Andreas Bohn aus musikalischen Gründen die Band. Der neue Schlagzeuger hört auf den Namen Stefan Wilmking und gehört schon länger zum engen persönlichen Umfeld der Band. Mit ihm gewinnt die Musik durch seine eigenwillige Doublebass-Technik eine neue Note. Proberaum ist abwechselnd ein Kellergewölbe im "Haus der Kirche" in Eschershausen, ein schäbiges Klassenzimmer, ein Gemeinschaftsraum in der örtlichen Jugendherberge, doch meistens der umgebaute Werkkeller des Schlagzeugers in Dankelsheim. Um das mühsame Transportieren der Instrumente im Zug zu vermeiden, werden kurzerhand zwei alte Röhrenradios in Dankelsheim zu Gitarrenverstärkern umgebaut. Als Gesangsanlage fungiert eine getunte Hifi-Kompaktanlage. "Parricide" arbeiten an neuen Songs. Es entsteht die Urversion des späteren Final Cry-Tracks "Anthem To The Lost", doch es erweist sich als schwierig bei den nur einmal monatlich stattfindenden Proben neues Material zu komponieren. Außerdem ist man sich unklar über den weiterhin gespielten Stil: Die thrashigen Vorlieben von Eiko und Burghardt stoßen bei Stefan und Sonja, die mehr dem Hard Rock verhaftet sind, nicht auf Gegenliebe. Zudem treten persönliche Differenzen auf. Die Band steht fast vor dem Aus.

Im November des Jahres 1990 entschließt sich die Band zu einem Neuanfang. Die Musik soll geradliniger und thrashiger werden, außerdem will man ernster und zielstrebiger an die Sache herangehen. Stefan Wilmking verlässt "Parricide" und Michael Kaiser stösst als neuer Drummer zu den drei verbliebenen Bandmitgliedern. Es soll sich später auszahlen, dass Michael klassischen Unterricht hat und mit Energie und Ehrgeiz für neue Impulse sorgt. Die Band probt wieder im Keller des Schlagzeugers, diesmal in Eschershausen. Kurze Zeit später verlässt Eiko Truckenbrodt aus persönlichen Gründen die Band. Burghardt übernimmt vorrübergehend den Gesang. In dieser Besetzung entstehen drei Songs: "Survivors Of The Holocaust", "Nocturnal Thoughts" und "Kiss My Fist". Doch bald wird klar, dass die Band einen "richtigen" Sänger braucht. Ihn findet man in Jens "Poldi" Albrecht. Auch er gehört schon länger zum Freundeskreis der Band. Man beginnt, konzentriert an neuen Songs zu arbeiten, während man von den bisherigen Stücken bis auf "Kiss My Fist" alle verwirft. Der Bandname "Parricide" erscheint dem neuen, von Nordischer Mythologie und Fantasyliteratur inspiriertem Image nicht mehr angemessen.

Man firmiert fortan unter dem Namen "Avalon" und findet im JUZ Holzminden im März 1991 endlich einen richtigen Proberaum mit Gesangsanlage, Drumkabine und kleinem Studio, den man sich allerdings mit 10 anderen Bands teilen muss.

1992 nimmt die Band im proberauminternen Studio ein Tape mit fünf Songs auf. Als Engineer fungiert der spätere Final Cry Schlagzeuger Holger Feldmann. Das Tape ist für enge Bekannte der Band und für Mitmusiker gedacht. Die Reaktionen sind gespalten, da die Aufnahmequalität zu wünschen übrig lässt. Im März des Jahres stößt Eiko Truckenbrodt zurück zur Band. Es entsteht erneut Uneinigkeit über den Bandnamen. Zeitweise gibt es sogar mehrere: "Spiral Tower", "Mourning Star", "Thorne's Eve". Man nennt sich zunächst "Final Age", dann "Final Cry". Der Name geht zurück auf ein Motiv des Agent-Steel-Klassikers "Guilty As Charged". Im Sommer 1992 spielen Final Cry ihren ersten Auftritt auf einer Metal-Party. Im November 1992 spielt die Band zusammen mit der Crossover-Band FBC, bei denen ein gewisser Mario Reese, der spätere Final Cry-Shouter für den Gesang zuständig ist, einen umjubelten Gig im Alten Bahnhof in Eschershausen. Zum "Black November Slam" kommen mehr als 150 Gäste, der Name Final Cry ist in aller Munde. 1993 vergräbt sich die Band wieder im Proberaum um neue Songs zu komponieren. Heraus kommt die erste Ballade "My Heart Is A Lonely Hunter" das sehr Crossoverlastige "Slaves In The Mud", sowie das Instrumental "The Final Cry" und "Days Of Thunder". Es wird offenbar, dass das musikalische Verständnis innerhalb der Band divergiert: Während Eiko immer mehr dem Death Metal verfällt und Michael dem Prog und Crossover frönt, droht die Band zu zerfallen. Zu diesem Zeitpunkt ist es ein Song, der Final Cry am Leben erhält; und der zum unvergänglichen Klassiker werden sollte: "Words Unspoken".

Innerhalb von 15 Minuten ist der alte Elan wieder da und wird im Mai 1994 sogleich auf Band verewigt. Nach einem überaus erfolgreichen Auftritt im JUZ Holzminden nehmen Final Cry das erste Demo "Words Unspoken" auf. Wiederum unter der Anleitung von Holger Feldmann werden die acht stärksten Final Cry-Tracks auf einer Fostex-4-Spur aufgenommen. Jedoch finden nur sieben Songs den Weg auf das Tape. "Forever Wrepped In Darkness" erscheint zu progressiv, obwohl der Song in den folgenden Jahren fester Bestandteil des Live Sets von Final Cry sein sollte. Zusammen mit Michael Kaiser entsteht auch noch das langsame, getragene "In Winter's Shadow" und mit "Who Decides?" der erste und einzige Grind-Song. Im Dezember 1994 verlässt Michael Kaiser wegen musikalischer Differenzen die Band.

Im Januar 1995 gelingt es Final Cry den bis dahin in einer Death Metal-Combo tätigen Schlagzeuger Thorsten Wietbrauck als neuen Drummer zu verpflichten. Die Band spielt mittlerweile regelmäßig live und erwirbt sich einen überregionalen Ruf. Obwohl die Reaktionen der Presse auf das "Words Unspoken"-Demo geteilt ist, verkauft sich das Tape gut und bringt im In- und Ausland jede Menge PR. Im März 1995 belegen Final Cry den zweiten Platz bei einem lokalen Nachwuchswettbewerb und gewinnen zwei Studiotage in Hannover. Mit Thorsten Wietbrauk komponiert die Band zwei neue Songs: "I Carved Her Flesh" und die Power-Ballade "Stormclouds Gathering". Im Live-Set findet sich mittlerweile eine Coverversion von Grave Digger's "Heavy Metal Breakdown", die sich zum absoluten Höhepunkt jeder Final Cry-Show entwickelt. Kurz bevor sich Final Cry entschließen, ins Studio zu gehen, verlässt Thorsten Wietbrauck die Band aufgrund persönlicher Differenzen Ende 1995.

Final Cry verlegen währenddessen ihren Proberaum ins JUZ Klex/Bodenwerder und suchen angestrengt nach einem Drummer, der dem ausgestiegenem Thorsten Wiebrauck musikalisch das Wasser reichen kann. Im Dezember fällt die Wahl auf Holger Feldmann, dessen Hauptband zwar weiter eine andere bleibt, der aber bereit ist, das neue Demo einzuspielen und mitzufinanzieren. Die Chemie zwischen Holger und dem Rest der Band stimmt. Innerhalb nur eines Monats entstehen die Songs "Nightfever" und "Chasing Rainbows". Noch Ende Dezember 1995 beginnen die Aufnahmen für das zweite Final Cry-Demo "Stormclouds" im Klex. Mit einem Mobilstudio wird der Titelsong auf 16 Spuren aufgenommen. Ein paar Wochen später begibt sich die Band ins Roxxon Tonstudio nach Hannover um den Rest des Demos, die Songs "I Carved Her Flesh", "Nightfever" und "Chasing Rainbows", einzuspielen. Zusammen mit dem Produzenten Alex Birkl gelingt es Final Cry erstmals, so zu klingen, wie sie immer klingen wollten. Die Arrangement sind durchdachter und straighter, der Gesang verbindet gekonnt Aggressivität und Melodie. Der Gesamtsound ist roh und durch und durch fett. Das Demo erscheint im Februar 1996 im edel aufgemachten 4-Farb-Cover und verkauft sich innerhalb der nächsten zwei Jahre über 1000 Mal. Es entstehen weitere hochkarätige Songs: "Let Me Drown", "Heart Past Midnight" , "The Romantic Agony", "The Adder At Your Chest", "Wie In Einem Spiegel" und "Ember". Im September des Jahres kommt es zum Streit zwischen dem Sänger Jens Albrecht und dem Rest der Band, worauf Jens Final Cry verlässt. Die Reaktionen auf "Stormclouds" sind im In- und Ausland euphorisch und die Band spielt über 20 Gigs in ganz Deutschland.

Der neue Mann am Gesang heisst Mario Reese und spielt seinen ersten Auftritt mit Final Cry am 18. Oktober 1996. Er bringt mit seinem rauen und aggressiven Gesangsstil einen neuen Wind in die Musik. Die Songs werden aggressiver und thrashiger. Anfang 1997 entstehen "Arest In Ardour" und "Wavecrest". Im Juli entern Final Cry das F&M Studio in Voldagsen, um ihre erste CD "Wavecrest" einzuprügeln. Die Aufnahmen ziehen sich bis zum Oktober hin, der Mix und das Mastering dauern bis Ende November. Am 6. Dezember 1997 erscheint die CD "Wavecrest" als Eigenproduktion. Sie erhält überall euphorische Kritiken und auch "Wavecrest" verkauft sich über 1000 Mal. Diesmal arbeitet die Band eng mit Vertrieben im In- und Ausland (Griechenland, Frankreich, Österreich, Kroatien) zusammen.

Final Cry arbeiten seit Januar 1998 wie besessen an neuem Material und an einer Coverversion des Death-Klassikers "Evil Dead". Die neuen Songs zeigen eine neue Seite der Band, sie spielt tighter als je zuvor zusammen und die neuen Stücke zeigen die perfekte Symbiose aus hartem aggressivem Metal und getragener Melancholie, was später zum unverwechselbaren Markenzeichen der Musik des Fünfers werden sollte. In dieser Zeit entstehen Tracks wie "Ebony Embrace", "Mallow Weed" und die Coverversion von "Burning Of Atlanta" der Thrash-Legende Whiplash.

Da muss die Band einen weiteren Rückschlag einstecken, denn der Schlagzeuger Holger Feldmann verlässt aus Loyalität zu seiner Hauptband Final Cry im März 1998. Er bleibt jedoch für die zahlreichen Gigs und Festival-Auftritte des Jahres noch hinter dem Drumkit und prügelt sich tapfer durch die Konzerte.

Im April 1998 ersetzt Pierre Leyendecker den ausgestiegenen Holger Feldmann. Er bereitet sich intensiv auf seine neue Aufgabe vor und spielt im November 1998 seinen ersten Gig mit Final Cry. Durch ihn bekommt die Musik eine etwas straightere Note, was den neuen Songs aber sehr entgegen kommt, da sie weit rockiger und weniger verspielt arrangiert sind. Das erste Produkt der Zusammenarbeit mit Pierre ist "When The Stars Fall" und das verhältnismäßig modernere "Beloved". Im Jahr 1999 folgen "The Healing" und "Dreams". Die Vorbereitungen für die neue CD "Spellcast" laufen an. Da sich Pierre Leyendecker noch nicht reif genug für einen Studio-Aufenthalt fühlt, übernimmt Holger Feldmann für kurze Zeit wieder die Stöcke, um "Spellcast" einzutrommeln. Im kleinen HDJ Studio in Hildesheim werden die 10 Songs Anfang August 1999 innerhalb von zwei Wochen eingespielt. Da man mit dem ursprünglichen Mix nicht zufrieden ist, werden die Songs digital nachbearbeitet und gemastert. Ende Dezember sind die Arbeiten an "Spellcast" abgeschlossen. Eine kleine Promotion-Auflage wird an Labels und befreundete Fanzine-Schreiber geschickt. Die Reaktionen sind überwältigend und Final Cry entschließen sich, mit dem kleinen fränkischen Label OTR-Productions zusammen zu arbeiten.

Am 12. Februar 2000 erscheint die neue Final Cry CD "Spellcast". Die Presseresonanz ist riesig. Unter anderem finden sich gute Kritiken im Rock Hard, Metal Hammer, Heavy Oder Was? und im Legacy. Final Cry verkaufen in nur zwei Monaten fast 400 Exemplare von "Spellcast".

Aus persönlichen Gründen verlässt Pierre Leyendecker die Band. Im März 2000 finden Final Cry in Marcel Severith ihren neuen Schlagzeuger. Seit April arbeitet die Band mit ihm zusammen an neuem Material. Die erste Frucht dieser Zusammenarbeit ist ein schneller melodiöser Nackenbrecher in der Tradition von "Let Me Drown" und "Mallow Weed" mit dem Arbeitstitel "Moonfleet".

Es folgt eine längere Kompositionsphase, in der der Großteil der Songs für die für das Jahr 2002 vorgesehene dritte CD-Veröffentlichung entsteht. Das neue Material klingt bedeutend schneller und thrashiger. Im Herbst des Jahres werden die ersten neuen Songs "Moonfleet" und "Bluebeard's Chamber" erstmalig live vorgestellt. Die Resonanz des Publikums ist äußerst erfreulich und ermuntert die Band, den eingeschlagenen Weg weg von hymnischen-balladenhaften hin zu schnelleren und straighteren Kompositionen weiterzuverfolgen. Bereits Ende des Jahres stehen mit "Wolves Among Sheep", "From Frozen Skies" und "Breathe My Sorrow" drei weitere Neuwerke.

Im Frühjahr 2001 beginnen die ersten Vorbereitungen für die 3. Studioproduktion. Die Wahl fällt auf das kleine aber feine "Pure Sonic"-Studio in Langelsheim am Harz, wo mit Jost Schlüter einer der fähigsten und erfahrensten Produzenten im Underground-Metalbereich an den Reglern sitzt. Im Mai 2001 kehren Final Cry aber zunächst für ein Wochenende in die legendären Aufnahmeräume des JUZ Holzminden, an jenen Ort, wo die Band 1991-1994 geprobt und das "Words Unspoken"-Demo eingespielt hatte, zurück, um die Prerecordings abzuwickeln. Schon hier zeigt sich, dass die neue CD allein kompositorisch und spieltechnisch eine weitere musikalische Steigerung in der Bandhistorie darstellen wird.

Bei den Auftritten stellen die neuen Songs bereits den Großteil des Livesets dar.

Im August 2001 beginnen die Aufnahmen zum dritten Studioalbum "Wolves Among Sheep" in den Pure Sonic-Studios in Langelsheim unter der fachkundigen Leitung von Jost Schlüter. Die Drumtracks und die Basslinien sind bereits Anfang Oktober fertig eingespielt, es folgen die Rhythmusgitarren, die im November stehen. Die Gesangslinien entstehen im Studio, positiv bemerkbar machen sich dabei sowohl die Erfahrung des Produzenten, als auch die Impulse einer professionellen Sängerin, die einige Backing-Vocals beisteuert. Durch den Jahreswechsel und Tourverpflichtungen von Jost Schlüter verzögern sich die Aufnahmen der Leadgitarren; erst im Mai 2002 kann der Mix und das Mastering erfolgen. Relevante Plattenfirmen werden bemustert. "Bluebeard's Chamber" findet als Advance den Weg auf den "Beerenstark"-Sampler, ein Radiofeature bei Radio Flora in Hannover schickt eine Rohversion von "From Frozen Skies" über den Äther.

Die Reaktionen auf "Wolves Among Sheep" sind bereits im Vorfeld so positiv, dass kurzerhand eine Vorab-Pressung der CD im August 2002 geordert wird und beim Summer Breeze-Open Air in Abtsgmünd reißenden Absatz findet. Die Band wird sich kurz darauf erneut mit dem Erlanger Underground-Label OTR-Productions einig und beschließt, das neue Album im November 2002 offiziell zu veröffentlichen. Am 2. November 2002 erscheint "Wolves Among Sheep" über OTR.

Mittlerweile entstehen im Final Cry-Proberaum neue Songs, die sich zwar einerseits stark am Liedgut der aktuellen Langrille orientieren, zum anderen aber auch einen experimentellen und leicht psychedelischen Einfluss aufweisen. Die Akkustikgitarre tritt wieder verstärkt ins Hörfeld und überhaupt ist die Kompositionsphase stark von Experimenten geprägt, von denen noch nicht klar ist, inwiefern sie musikalisch verwertbar sind. Im November 2002 stellen Final Cry den ersten neuen Song "The Scarlet Sleep" erstmalig live vor; im Frühjahr 2003 steht mit "Riddle Of The Sands" der zweite neue Kracher. Im Kompositionsprozess befindet sich außerdem noch das sehr experimentelle "The Reaper And The Flowers" (Arbeitstitel) und "Mount Moribund".

Immer wieder unterbrochen von Live-Auftritten und Zwangspausen - bedingt durch die sehr vielfältigen beruflichen Verpflichtungen der Bandmitglieder - gestalten sich die Vorbereitungen für Langrille Nummer 4 äußerst schwierig und zäh. Songs werden verworfen und umstrukturiert und nur ganz allmählich nimmt die Tracklist für "Neptune's Relief" Formen an. Im Herbst 2004 steht mit "The Scarlet Sleep" und "Riddle Of The Sands", "A Faerie Forlorn", "Weave The Eclipse", "On Glacial Trails", "Neptune's Relief" und der Hallow's Eve-Coverversion "Plunging To Mega-Death" das Grundgerüst. Zum Jahreswechsel 2004/2005 entern Final Cry einmal mehr den altehrwürdigen Holzmindener Teekeller-Proberaum um ein Vorab-Demo aufzunehmen. Im Frühjahr entsteht noch der letzte Track für die CD, "Through Halls of Coral". Im August 2005 beginnen die Aufnahmen zu "Neptune's Relief" in den Langelsheimer Pure-Sonic-Studios unter Anleitung von Engineer Jost Schlüter. Innerhalb weniger Wochen sind die Rhythmusspuren eingespielt. Wegen Tourverpflichtungen des Toningenieurs ziehen sich die Aufnahmen von Gesang und Leadgitarren bis in das Frühjahr 2006 hin. Im Mai und im Juni erfolgt der Mix und das Mastering. Im August 2006 wird eine Promo-Auflage speziell für das W.O.A. produziert, die auf dem Festival fast 200 Metalheads begeistert. Nach Bemusterung mehrerer Plattenfirmen wird man sich im Frühjahr 2007 erneut mit dem Erlanger Label OTR-Productions einig, das den Vertrieb und die Promotionarbeit für "Neptune's Relief" übernimmt. Die ersten Reaktionen der Presse sind überwältigend. Innerhalb weniger Monate ist die erste Auflage von "Neptune's Relief" im Oktober 2007 komplett vergriffen. Die Band befindet sich derweil im Kompositionsprozess für das nächste Album. Es wird sich erneut um ein Konzeptalbum handeln, das sich diesmal mit der Geschichte und der Tradition vor allem des karibischen Voodoo-Kultes und des Zombie-Mythos beschäftigen wird. Im März steht mit "Walk With The Dead" der erste Track. Im April 2008 verlassen Sänger Mario Reese und Schlagzeuger Marcel Severith die Band. Die Suche nach adäquaten Ersatz schließt sich an. Dessen ungeachtet entstehen mit dem voraussichtlichen Titelsong „Zombique“ und dem Knaller „The Dominion Of Decay“ zwei weitere Songs für das neue Album. Im August 2008 kehrt Mario Reese als Sänger zu Final Cry zurück. Neuer Schlagzeuger wird im Dezember 2008 der 20jährige Jean-Bernard „Jonny“ Bistron. Nachdem Beide im November 2009 bzw. April 2010 die Band verlassen, übernimmt im Mai 2010 das Final Cry-Urgestein Holger Feldmann den Schlagzeughocker. Neuer Sänger ist Jens "Poldi" Albrecht. Seit März 2010 entstehen kontinuierlich neue Songs für das neue Album "Zombique", dessen Relaease im Jahr 2015 angepeilt wird.

Bandmembers 1989-2014

1989
Eiko Truckenbrodt - Vocals, Guitar
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Andreas Bohn - Drums

1990
Eiko Truckenbrodt - Vocals, Guitar
Burghardt Sonnenburg - Vocals, Guitar
Sonja Sonnenburg - Vocals, Bass
Stefan Wilmking - Drums

1991
Jens Albrecht - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Michael Kaiser - Drums

1994
Jens Albrecht - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Michael Kaiser - Drums

1995
Jens Albrecht - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Thorsten Wietbrauck - Drums

1996
Jens Albrecht - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Holger Feldmann - Drums

1997
Mario Reese - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Holger Feldmann - Drums

1998
Mario Reese - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Pierre Leyendecker - Drums

2001
Mario Reese - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Marcel Severith - Drums

2008
Mario Reese - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Jean-Bernard „Jonny“ Bistron - Drums

2010
Jens Albrecht - Vocals
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Holger Feldmann - Drums

2014
Burghardt Sonnenburg - Guitar
Eiko Truckenbrodt - Guitar
Sonja Sonnenburg - Bass
Holger Feldmann - Drums

Tracklists 1989-2014

Tracklist Dezember 1989:
Bombs Of Terror (Juni 1989)
I Hate You (August 1989)
Watcher By The Dead (September 1989)

Tracklist August 1990:
I Hate You (August 1989)
Watcher By The Dead (September 1989)
Anthem To The Lost (Urversion April 1990)
Zeichen Des Bösen (Juni 1990)
Rock `n` Roll King (Juni 1990)

Tracklist Dezember 1991:
Kiss My Fist (Dezember 1990)
Anthem To The Lost (Februar 1991)
Gates Of Hades (März 1991)
Angels Of Dust (April 1991)
Avalon (Mai 1991)
Unfit To Life (Juni 1991)
Where Life Is Just A Dream (September 1991)

Tracklist Dezember 1994:
Kiss My Fist (Dezember 1990)
Anthem To The Lost (Februar 1991)
Gates Of Hades (März 1991)
Angels Of Dust (April 1991)
Where Life Is Just A Dream (September 1991)
Forever Wrepped In Darkness (November 1993)
The Final Cry Instrumental (Juni 1993)
Days Of Thunder (August 1993)
Forever Wrepped In Darkness (November 1993)
Words Unspoken (Mai 1994)
In Winter's Shadow (Juli 1994)
Who Decides? (Juli 1994)

Tracklist November 1995:
Kiss My Fist (Dezember 1990)
Anthem To The Lost (Februar 1991)
Gates Of Hades (März 1991)
Angels Of Dust (April 1991)
Where Life Is Just A Dream (September 1991)
Forever Wrepped In Darkness (November 1993)
The Final Cry Instrumental (Juni 1993)
Days Of Thunder (August 1993)
Forever Wrepped In Darkness (November 1993)
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Heavy Metal Breakdown Coverversion (Februar 1995)
Stormclouds Gathering (April 1995)

Tracklist Oktober 1996:
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Heavy Metal Breakdown Coverversion (Februar 1995)
Stormclouds Gathering (April 1995)
Nightfever (Dezember 1995)
Chasing Rainbows (Dezember 1995)
Let Me Drown (Februar 1996)
Lunar Dreams (März 1996)
Heart Past Midnight (März 1996)
Wie In Einem Spiegel (April 1996)
Ember (September 1996)

Tracklist März 1998:
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Stormclouds Gathering (April 1995)
Nightfever (Dezember 1995)
Chasing Rainbows (Dezember 1995)
Let Me Drown (Februar 1996)
Lunar Dreams (März 1996)
The Adder At Your Chest (Juni 1996)
Ember (August 1996)
Arest In Ardour (Februar 1997)
Wavecrest (April 1997)
Evil Dead Coverversion (November 1997)
The Burning Of Atlanta Coverversion (Januar 1998)
Ebony Embrace (Februar 1998)
Mallow Weed (März 1998)

Tracklist Februar 2000:
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Nightfever (Dezember 1995)
Chasing Rainbows (Dezember 1995)
Let Me Drown (Februar 1996)
Lunar Dreams (März 1996)
Wavecrest (April 1997)
Evil Dead Coverversion (November 1997)
Ebony Embrace (Februar 1998)
Mallow Weed (März 1998)
When The Stars Fall (Oktober 1998)
Beloved (Oktober 1998)
The Healing (Februar 1999)
Dreams (März 1999)
Spellcast (April 1999)

Tracklist Mai 2001:
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Let Me Drown (Februar 1996)
Wavecrest (April 1997)
Evil Dead Coverversion (November 1997)
The Burning Of Atlanta Coverversion (Januar 1998)
Mallow Weed (März 1998)
Moonfleet (April 2000)
Bluebeard's Chamber (Mai 2000)
From Frozen Skies (Juni 2000)
Wolves Among Sheep (Juli 2000)
Breathe My Sorrow (August 2000)
Raise Of Cain (Januar 2001)
The Tempest (Februar 2001)
Raven Rosary (Juni 2001)

Tracklist April 2003:
Words Unspoken (Mai 1994)
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Let Me Drown (Februar 1996)
Wavecrest (April 1997)
The Adder At Your Chest (Juni 1996)
Evil Dead Coverversion (November 1997)
Mallow Weed (März 1998)
The Burning Of Atlanta Coverversion (Januar 1998)
Moonfleet (April 2000)
Bluebeard's Chamber (Mai 2000)
From Frozen Skies (Juni 2000)
Wolves Among Sheep (Juli 2000)
Breathe My Sorrow (August 2000)
Raise Of Cain (Januar 2001)
The Tempest (Februar 2001)
Raven Rosary (Juni 2001)
The Scarlet Sleep (November 2002)
Riddle Of The Sands (März 2003)

Tracklist Juni 2005:
I Carved Her Flesh (Februar 1995)
Wavecrest (April 1997)
Mallow Weed (März 1998)
Bluebeard's Chamber (Mai 2000)
Wolves Among Sheep (Juli 2000)
Raven Rosary (Juni 2001)
The Scarlet Sleep (November 2002)
Riddle Of The Sands (März 2003)
On Glacial Trails (Juni 2003)
Neptune's Relief (Januar 2004)
A Faerie Forlorn (März 2004)
Weave The Eclipse (September 2004)
Plunging To Mega-Death Coverversion (November 2004)
Through Halls Of Coral (März 2005)

Tracklist März 2008:
Bluebeard's Chamber (Mai 2000)
Wolves Among Sheep (Juli 2000)
The Scarlet Sleep (November 2002)
Riddle Of The Sands (März 2003)
On Glacial Trails (Juni 2003)
Neptune's Relief (Januar 2004)
Through Halls Of Coral (März 2005)
Breathe My Sorrow (August 2000)
Wavecrest (April 1997)

Tracklist Mai 2014:
Neptune's Relief (Januar 2004)
Through Halls Of Coral (März 2005)
Wolves Among Sheep (Juli 2000)
Bluebeard's Chamber (Mai 2000)
Riddle Of The Sands (März 2003)
On Glacial Trails (Juni 2003)
Dreams (März 1999)
Rotting Erect (September 2010)
Walk With The Dead (Juli 2007)
Wavecrest (April 1997)